Performance von Wildprovider mit Apero
Mittwoch 3.Februar 13-14 Uhr
Sirenentest Dock18
Mittwoch 3.Februar 13-14 Uhr
Sirenentest Dock18
Danke für den vollen Abend, die Spritzer und Flecken, Bilder und Ecken, Moves & Gigs, die Aufmerksamkeit und alles was davon übrig blieb. Wir haben es globalisiert und nicht kritisiert. Wir haben es globaliziert YEA-AH-YEA-AH und alles verkauft und nichts gewonnen. Das nennt man eine tolle Verausgabung im battaill’schen Sinne, eine hingebungsvolle Tat mit ekstatischen Momenten. Nur wer Momente der Begeisterung gekonnt aneinander reiht, erlebt eine solche ekstatische Realität, haben wir im Anschluss festgestellt. Ach, wer wünscht sich nicht aus Gründen der Rentabilitätsmentalität eine Road Show daraus zu machen mit noch mehr Blut, Sex und Moneten? Und dazu zwei Trucks mit Fahrer.
Oscar De Franco zeigt Filme wie Battle of the Year Highlights.mp4, Killa Beez BOTY 2002.mp4, George Kranz _Din Daa Daa_.mp4, Wildstyle – Grandmaster Flash.mp4, Paris is Burning 1 of 11.mp4 und demonstriert damit ein Lebensgefühl weltweiter Tanzstile, die sich gegenseitig beeinflussen, voneinander unabhängig global ausweiten. In diesen bescheidenen Anfang hinein gesellt sich die Frage des Abends “Was soll Globalisierung sein und warum sollten wir zulassen, sie auf nur eine ihrer Ebenen zu reduzieren?” Dieser Satz verfolgt uns an diesem Abend und kann konsequenterweise nur dorthin führen wo wir immer enden: Party!
An dieser Stelle werden die eintreffenden Gäste mit Kassa & Kübel (für Spenden aller Art) willkommuniziert. Wer eintritt ist konfrontiert mit Sarah und der Frage: “Stehen sie auf der Gästeliste?” “Nein” lautet die Antwort des unbedarften Kunstkonsumenten. Eingeladen und in der Entourage der Frau Ada dürfen an diesem Abend nicht fehlen: Galeristen, Promi-Schwule und Schadensanwälte. Wer schon etwas Übung hat, sich an Türwächterinnen vorbeizuhacken antwortet: “Ich hab die Musik gemacht, war Professor der Hauptdarstellerin oder muss nur mal kacken. Als auch die letzten durchaus geselligen Individuen ihre Flasche Champagner (oder war es Prosecco? egal selber Preis) geordert, beginnt der Abend mit einer schnellen Begrüssung des Hausherren bevor er das bereits heisse Mikrofon an Ada (U.S.A) übergibt, die zur Einstimmung eine Lektion über die Globalisierung im Allgemeinen hält. Von der Millionenshow, über die McDonaldisierung der Gesellschaft bis hin zu internationalen Kunstmärkten, führt ihre Schilderung, die in ihrer Komplexität an die überbewerteten Finanzmärkte erinnern. Ada’s Auftritt ist geprägt durch korrekte Haltung und endet mit “God”. Oh Gott.
Wo sind wir nur gelandet. Jetzt hat das Schwanzkopfgesicht seinen grossen Auftritt und spricht über “Globalisierung – fruchtbare Idee der Weltbeherrschungsszene?” Sorry, deine Sätze sind zum Teil echt zu lange, Schwanzkopfgesicht.
http://www.youtube.com/watch?v=H-YDJEo7-6Y
Im Zeitalter der Skype-Telefonie scheint auch ein Dance-Battle an zwei Orten gleichzeitig möglich zu sein oder eben auch nicht. Die Verbindung in “The Boogiedown 0.2, Aesthetic Research Battle” lässt zu wünschen übrig. Wir waschen unsere Hände in Unschuld und beschuldigen die fehlende Bandbreite in NY. Trotzdem versuchte das anwesende Publikum zwischen den technisch bedingten Leitungsausfällen den einen oder anderen Move von Rashaad Newsome zu ergattern. Derweil ist der Auftritt der Tänzerin in Fleisch & Blut im Dock18 nicht von derartigen Unterbrechungen gefährdet.
Der Improvisations-Experte, Dr. Schwelgago, RU hält eine Rede ohne Ende, an dem angekommen er in einen kontemplativen Winterschlaf verfällt. Ohhhm.
“Global we are” sagt So:ren Berner (DK) und deshalb folgender Hinweis zu seiner Performance: “Scientific experiments will be used during the presentation to support the statements.”
Die Fotoserie “Hunger!” Veronika Natter soll die internationale Facette des Fast Foods erläutern. Dafür ist die Serie schlussendlich doch zu kurz und irgendwie beliebig. Haben Viele doch vielleicht selbst in ihrer Fotosammlung wahrscheinlich mehr aussagekräftige Fotos zum Thema. Oder man hätte sich die Hintergrundmusik sparen können, um sich besser auf die Bilder konzentrieren zu können oder überhaupt nur ein einziges Foto projezieren. Veronika Natter lebt und arbeitet in London und befasst sich inhaltlich mit der Thematik Essen schon seit Jahren, was wir an diesem Abend vielleicht nicht unbedingt erleben durften. Trotzdem ist manchmal einfache Präsenz einfach alles.
Immer wieder zwischendrin am Plattenteller: DJ Kehrwoche aka Howard Carpendale und ganz am Schluss mit Noise & Co: Cosili halten was zu Beginn der Show versprochen wurde: Party. Und nach der Party Diskussionen. Wie immer.
Ein besonderer Abend, kuratiert von Ada (Lovelace), die sich folgenden Institutionen zu Dank verpflichtet: UN, IWF, Nato, G 20, BIP (Brutto Inland Produkt), MAD (Mutual Assured Destruction), Nafta, UN, EWR (Europäischer Wirtschaftsraum), GUS, UN, GUAM (Organisation für Wirtschaftsentwicklung), CCM (Übereinkommen Streumunition), EU, UN, U,S, UNWTO (United Nations World Tourist Organization) and U.S. and A. Warum sind die eigentlich nicht in der Powerpointpräsentation vorgekommen?
Weiterführende Links:
http://www.vladanow.com
http://www.sorenberner.com/
http://www.veronika-natter.com/
http://www.oscardefranco.com
http://www.hasa-labs.org/
http://www.myspace.com/cosili
http://christingerdemayo.com
http://myspace.com/djkidreal
http://schadenanwälte.ch
http://wafglobal.ning.com/
http://www.derbund.ch/wissen/natur/Im-Erdbebensimulator-den-Notfall-ueben/story/20841450
ein improvisierter Abend mit Kati Rickenbach, Enzo und ein paar Anderen.
Von 13-19 Uhr Neujahrsbrunch im Cabaret Voltaire begleitet von wegweisenden Aktionen -u. Performances rund um öffentliches Eigentum für Kinder und Erwachsene.
Wesentliches Prinzip des Public Domain Jam ist die Verwertung öffentlichen Eigentums. Einziges Qualitätskriterium für die ausgewählten Werke ist das Todesjahr der Autoren. Diese müssen 1939 gestorben, denn dann sind sie seit 70 Jahren tot und alle ihre Werke zumindest theoretisch frei verfügbar. Ausnahmen bestätigen die Regel. Somit wurde an diesem denkwürdigen Tag das Müslirezept Original-Rezept von Maximilian Oskar Bircher-Benner mit Grafiken von Alfons Mucha, den Basketballregeln von James Naismith und dem Dachaulied von Jura Soyfer gejammt. Kinder boxten im Känguruh Kostüm nach Max Skladakowsky’s Film Kanguruh vs. Men und im folgenden Video die absolut abgefahrene Ekaraoke.net Bolero Version live gejammt am Public Domain Day
Eine Veranstaltung in Kooperation mit Dock18, Digitale Allmend, Wuala.com, Wikimedia Schweiz und Cabaret Voltaire.
Mit Werken von Julius Bittner, Hermann Menge, Waldemar von Dänemark, dänischer Prinz, Ernst Blass, Matthias Sindelar, Maximilian Oskar Bircher-Benner, William Butler Yeats,
Henri Deterding, Pius XI., Caius Welcker, Christian August Peicke, Jura Soyfer, Willy Hess, Edlef Köppen, Antonio Machado, Nadeschda Krupskaja, Adelheid Popp, Amadeo Roldán, Evald Aav, Ludwig Fulda, Anton Semjonowitsch Makarenko, Ishbel Maria Hamilton-Gordon, Louis Brisset, Sigfús Einarsson, Isabelle Bean, Ernst Toller, Aleksander Brückner, Joseph Roth, Arthur Edwin Kennelly, Ford Madox Ford, Fritz Skowronnek, Alfons Maria Mucha, Eugen Bleuler, Paul Schneider, José Martínez, Rudi Opitz, Wilhelm Burkamp, Bruno Tanzmann, Wilhelm Bölsche, Olav Duun, Sigmund Freud, Carl Laemmle, Hermann Hirzel, Ludolf Nielsen, Zane Grey, Charles Tournemire, Adolf Brütt, Martha Müller-Grählert, James Naismith, Max Skladanowsky, Nataly von Eschstruth, Anton Herman Gerard Fokker, Charlotte Despard, u.v.a.